Stadt der Kontraste








Die erste Woche in Sucre ist nun vorbei. Eigentlich kommt es mir aber schon länger als eine Woche vor. Obwohl man so viel unternimmt und um die Ohren hat schleicht die Zeit. Wahrscheinlich, weil man so langsam aber sicher das Projekt rufen hört. 

Aber die Bürokratie verlangt es nunmal. Das Visum wird uns dann innerhalb der nächsten zwei Wochen ausgestellt. Die Zeit bis zur Abreise füllen hier die Meisten hauptsächlich mit dem Spanischkurs, welchen wir belegen konnten. Eine ziemlich zeitintensive Angelegenheit die aber Spaß macht, weil der Versuchung Deutsch zu sprechen, zumindest in diesen Stunden, widerstanden werden kann.

Das Wetter hier in Sucre ist wirklich gewöhnungsbedürftig. Der große Temperaturunterschied zwischen Sonne und Schatten ist kleidungstechnisch nämlich etwas schwierig. Im Schatten wünscht man sich eine Winterjacke, währenddessen man sich in der Sonne einen Wolf schwitzt. Der Stadt an sich merkt man die Kolonialzeit noch sehr an. Im Schachbrettmuster stehen weiße Häuser mit Schnörkeln Spalier und bilden so einen sehr krassen Kontrast zu Löchern und Müll auf den Straßen. Einige von Gärten und Statuen übersäte "plazas", bunte Märkte und seeehr viel Verkehr. Tatsächlich ist es das, neben den ungewohnten Bakterien in der Magengegend, was hier vielen am meisten zu schaffen macht. Die Abgase. Aus fast allen Bussen und Autos kann man hier schwarze Schwaden aus dem Auspuff wabbern sehen. Kombiniert mit der Höhenluft ist es teilweise wirklich etwas schwierig an Sauerstoff zu gelangen.

Das hat mich aber nicht davon abgehalten Sucre mal auf eigene Faust in einer kleinen Joggingrunde zu erkunden. Anfangs war ich mir etwas unsicher aber alle Befürchtungen waren vergebens. Gegensätzlich zu einigen anderen Schilderungen habe ich mich sehr wohl gefühlt. Interessiertes Blicke oder ein kleiner Kommentar hier und da aber sonst alles wie immer. Ich hätte mich genauso gut in einer Deutschen Großstadt befinden können. Nur dir vielen steilen Treppen und hügeligen Straßen hätten es unglaubwürdig gemacht...

Bis bald!

Clara

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