semi-cama ; voll gemütlich
Wider Erwarten war die Busfahrt die komfortabelste, die ich je in meinem Leben hatte. Nach einem halben Tag Seminar wurden wir an unserem Hostel abgeholt und zu dem Busterminal gebracht. Uns erwartete ein sogenannter semi-cama Bus, bei dem die Sitze fast so weit heruntergeklappt werden konnten, dass man das Gefühl hatte, im Bett zu liegen. Eigentlich kann man sich einen Bus vorstellen, bei dem jeder zweite Sitz herausgenommen wurde und stattdessen so eine Art Fußablage angebracht war. Trotz rasanter Geschwindigkeit auf der kurvigen Bergstraße konnte man gar nicht anders als einzuschlafen.
Tatsächlich schlief ich die 13 Stunden Fahrt, bis auf die zwei Pinkelpausen, komplett durch. Je höher wir kamen, desto kälter wurde es auch. Von 450 Metern ging es nämlich auf knapp 2.800 Meter. Zum Glück wurden wir vorgewarnt, sodass Mütze, Schlafsack und Schal griffbereit lagen.
Leider hatte unser Bus nicht genug Platz für alle Gepäckstücke, weswegen einige Koffer (darunter auch meiner) erst mit einem anderen Bus nach Sucre gebracht wurden. Gegen alle Ängste konnten wir auch diese Koffer kurz nach Ankunft in Sucre abholen und uns mit unserem Mentor auf den Weg zu unserem Hostel begeben. Dort erwartete uns nach kurzer Wartezeit ein leckeres Frühstück, welches wir nun die nächsten drei Wochen genießen dürfen. Heute beginnt der Visa-Marathon und in wenigen Tagen dann auch die Spanischkurse...
Bis bald!
Clara
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